22.5.26 Nörten-Hardenberg (Start bei ca. 226171 km)
Um 17 Uhr fahren wir los, um Hannover ist viel Stau. Ich nehme die Route über den Südschnellweg zur B3, kein Stau, aber in der Baustelle ist Schritttempo. Auf der B3 ist nichts los. Die Suche nach einem Schlafplatz ist mühsam. Die Stellplätze in Lauenberg, Fredelsloh, Hardegsen und Moringen sind alle voll oder gesperrt. In Nörten-Hardenberg sind noch 2 Plätze frei – passt, mittlerweile ist es 20 Uhr. 15 Euro mit Toilettenbenutzung, wenn geöffnet ist. Strom gibt es auch.

23.5.26 Brexbach
Um 7:30 Uhr klingelt der Wecker. Ich kann sogar mit der einen Karte, die gestern aus dem Automaten kam, ins Bad und duschen. Um kurz vor 10 sind wir startbereit. Leider hat der Auspufftopf einen Riss und wir versuchen eine Reparaturmasse zu besorgen. Oder einen neuen Auspuff zu bekommen, haben sie bei Heil aber nicht, nur den Klebstoff. Noch geht es, es klappert und zischt, aber erträglich, ich habe ja 2 Töpfe drunter 😉 . Sonst: Kilometer machen. Die Bahn ist relativ leer, kaum LKW. Mittags gibt es Mettbrötchen im Auto. Irgendwann sehen wir auf den Hinweistafeln schon das grosse „F“. Gegen 18 Uhr stehen wir auf dem Wohnmobilhafen in Brexbach, kurz vor Saarbrücken. 10 Euro inkl. Strom bezahlen wir hier. Nebenan ist ein Segelflugplatz und ab und an werfen sie den Motor der Winde an, um die Flieger hoch zu ziehen. Sonst ist hier sehr ruhig. Ca. 540 km haben wir geschafft.

24.5.26 Motigny le Roi
Die Nacht war sehr ruhig, obwohl um 23 Uhr noch ein Womo kam und natürlich direkt neben uns geparkt hat. Irgendwann waren sie mit dem Gerödel fertig. 2 Dörfer weiter haben wir noch voll getankt und dann weiter auf die Bahn. An der 1. Mautstelle haben wir uns normal angestellt und trotzdem ein Piep, das Mautkästchen an der Windschutzscheibe funktioniert! Dann können wir jetzt immer die Spuren nehmen, die meistens frei sind, wo nur die Mautdinger funktionieren 🙂 . Nix Anstellen mehr. Bei Temperaturen über 30° gleiten wir 280 km auf einer fast leeren Bahn dahin. Nach dem Mittag verlassen wir die Autobahn und machen Kaffeepause direkt an der Mosel an einer kleinen Nebenstrasse. Tina hat einen CCP gefunden mit 70 Parzellen, von denen nur 16 lt. App belegt sind. Es ist ein grosses Gelände auf einem Berg. Leider nicht gut gepflegt, überall ist hohes Gras, nicht gut, da könnten Ameisen ins Auto kommen. Einige sind aber gut.
Da ist ja noch unser Zischauspuff, bei näherer Begutachtung stelle ich fest: abgerissen nach dem 1. Dämpfer und am Rohr davor ist auch schon ein Riss, ich könnte ko… Das ist aber noch alles, da kommt so ein rücksichtsloser Blödmann, parkt sein Womo direkt neben uns, parkt fast auf meinem Kabel, lässt den Fernseher plärren und knallt fein mit der Tür, Tage gibt es!!! Da ist der schlecht kühlende Kühlschrank ein Klacks. Kann nur besser werden, morgen jagen wir erstmal einen Auspuff, in 20 km ist ein Euromaster, der hoffentlich auf hat, Pfingstmontag kennen die Franzosen nicht.
Gesichert ist der Auspuff mit 2 Metallbändern.




25.5.26 Gurgy
Der Wecker klingelt früh und um 10 Uhr sind wir bei Euromaster, der aber doch geschlossen ist, wie alle anderen Geschäfte auch. Auch Baguette können wir nirgends auftreiben, die Lage verschärft sich dramatisch. Wir fahren weiter nach Westen durch wunderschöne Landschaft auf leergefegten Straßen. Zum Mittag gibt es im Schatten eine Konserve und Kaffee auch im Schatten, 31° sind es bestimmt. Um 16 Uhr erreichen wir einen Stellplatz direkt an der Yonne, knapp 14 Euro inkl. Allem. Dann nur noch chillen am Wasser. Morgen versuchen wir den nächsten Euromaster in Auxerre, ca. 8 km entfernt.






26.5.26 Gurgy
Früh zum Euromaster gefahren, aber die können oder wollen nicht. Auf dem Weg zu PointS einen Autoteileladen gesehen und dort eine Auspuffanlage für 225 Euro bestellt, ist morgen um 9 Uhr da. Im Baumarkt einen billigen Winkelschleifer, Scheiben und Schrauben/Muttern gekauft. Ja, ich könnte auch die Metallsäge nehmen, aber es ist zu heiß. Danach in den klimatisierten Supermarkt, um den Kühlschrank für die nächsten Tage zu füllen. Wieder zurück auf den Stellplatz und den Platz genommen, wo bald Schatten ist. Sushi zum Mittag und danach nickern. Es ist zu warm, um etwas zu unternehmen und Urlaub ist auch mal zum Gammeln da. Immerhin, das Fahrrad von Tina habe ich wieder startklar gemacht.








27.5.26 Gurgy
Manchmal hat man halt Pech, der Auspuff ist zwar geliefert worden, aber leider passt er überhaupt nicht. Für morgen ist ein anderer bestellt, sogar 40 Euro preiswerter, es bleibt spannend. Wir sind auf den gleichen Stellplatz zum Warten gefahren. Wieder den Schattenplatz mit dem gleichen Blick auf das Wasser. Heute ist es zwar auch sehr warm, dafür weht ein leichter Wind, es ist so gut auszuhalten. Zum Abendessen habe ich mal eine Pizza aus dem Automaten um die Ecke geholt 😉 , die war ok, besser als einige Tiefkühlpizzen aus dem Supermarkt. Eigentlich ist das megacool hier: warm, trocken, keine Fliegen oder Mücken, die Frösche halten fast immer die Klappe und der Ameisenumzug quer unterm Womo durch ist fertig, die sind wohl in den Schatten gezogen.







28.5.26 Bonnard
Nach einer mal wieder ruhigen Nacht, das Übliche, zum Autoteileladen: er ist da, sieht gut aus, Aufhängungen, Töpfe, Dichtring, könnte passen. Wir fahren 15 km nach Norden auf einen
„Camping de mon Village“ von Camping-Car Park, mit Sanitärgebäude. Wir nehmen ein geschottertes Plätzchen inmitten der hohen Bäume. 14,70 Euro kostet es hier, leider ist es ziemlich leblos, noch nicht mal einen Bäcker gibt es hier. Zum Fluss ist ein hohe Hecke ohne Durchgang. Dann schnell die Arbeitskleidung anziehen: altes T-Shirt, kurze Hose, Badelatschen, Handschuhe 😉 . Alle Schrauben gehen los und genau eine Stunde später ist der alte Auspuff raus und der Neue sitzt ohne zu klappern. Geht einfacher als bei einem Käfer, nur 3 Schrauben. Ist zwar 2 cm kürzer, lässt sich aber durch Verbiegen der Halterungen richten, den Rest machen die Gummis.







29.5.26 Sully-sur-Loire
Den alten Auspuff sind wir bequem auf einem Entsorgungshof losgeworden. 60 Liter getankt und auf der Landstraße nach Westen gefahren. Zwischendurch einen Stop am Supermarkt gemacht, um den Kühlschrank aufzufüllen. Mittagspause machen wir auf einem kostenlosen Stellplatz und schauen uns eine Kanalbrücke über die Loire an. Nur 4 Jahre (1890-1894) haben die damals gebraucht, um die fertig zu stellen. Und hält immer noch. Kein Wunder, Gustav Eiffel hat sie mit entworfen und sein Turm steht schließlich auch noch. Gegen 16 Uhr checken wir für 2 Übernachtungen auf dem Campingplatz „Le Jardin de Sully“ ein. Ich teste den Pool und die Dusche, so geht es bei der Hitze. Für ca. 25 Euro die Nacht kann man hier nicht meckern.






Nach einer etwas unruhigen Tropennacht beginnt der Tag schon mit fast 30 Grad. Nach einem späten Frühstück fahren wir trotzdem mit den Rädern zum Chateau. Aber schon die paar Meter sind eigentlich zu viel. Da hilft nur schnell ins Innere. 10,- € kostet der Eintritt pro Person. Hier ist es angenehm kühl und absolut sehenswert. Unser erstes Loire-Schloss hält, was es verspricht. Leider sind wir irgendwann mit der Besichtigung fertig und müssen wieder raus in die Hitze. Die Besichtigung des Parks schenken wir uns. Dafür gibt es einen kleinen Abstecher in den Ort, zur dortigen Kirche. Für weiteres Sightseeing fehlt uns jede Energie, also zurück zum Campingplatz und im Schatten weiter schwitzen.












Collégiale Saint-Ythier de Sully-sur-Loire
31.5.26 Schloss Chambord
Der Wecker klingelt um 8:00, zum Glück hat es sich in der Nacht abgekühlt und nach dem Frühstück starten wir nach Orleans. Unterwegs kurzer Stop bei der Kirche von Germigny-des-Prés – Oratorium des Theodulf. Einer kleinen Kirche von 806, aus der karolingischen Epoche. Einen Geocache finden wir hier auch noch. Dann wollen wir eigentlich am Château de l’Isle eine Mittagspause machen, aber davon sind wirklich nur noch sehr spärliche Reste vorhanden und einen Parkplatz gibt es auch nicht. Also, auf nach Orleans, die Campingplätze sind minimum 7.5 km entfernt. Wir sind faul! Also versuchen wir erstmal in der Stadt zu parken. Bingo, es gibt einen großen Touristenparkplatz keine 5 Minuten von der Kathedrale entfernt. Also, fix lecker Baguettes eingeworfen und auf geht’s. Kathedrale, Hôtel Groslot, Statue de Jeanne d’Arc, Maison de Jeanne d’Arc und ein lecker Eis besichtigt! Fertig! Und es ist gerade mal 15:00 Uhr. Also entscheiden wir, unser nächstes Ziel ist das Château de Chambord. Da kann man für 15 € 24 Stunden stehen. Also los. Google hat zwar zwischendurch keinen Plan, aber nach einem Neustart erreichen wir das Tor zum Park vom Chateau, noch 3 km zum Chateau. Kein Scherz, wir fahren durch den Wald von Chambord. 2 Kreisel weiter sind es noch 1,3 km, dann erreichen wir den Parkplatz. Von hier sind es zu Fuß noch 2 Minuten. Der Stellplatz ist zwar recht eng und auch nicht gerade schön, aber die Nähe zum Chateau ist unschlagbar.
Das nutzen wir natürlich für einen ausgiebigen Spaziergang fast ohne andere Touristen. Sogar Drohni darf mal fliegen.
Da geht man auch nochmal zur „Illumination“ und sogar noch zur Heisterstunde zum Blue moon.


















1.6.26 Les Montils
Gegen 11 Uhr erstehen wir 2 Tickets für das Schloss, 42 Euro, uff. Nach 2 Stunden haben wir uns alles angesehen und kehren zum Womo zurück. Zum Mittag gibt es die Reste von gestern und nach kurzem Nickern starten wir Richtung Blois. Den angepeilten Campingplatz erreichen wir um 15 Uhr, Mittagspause bis 15:30. Zum Zeitvertreib fahren wir nach Blois rein und beschließen: müssen wir uns nicht weiter angucken. Einen CCP finden wir, nur zur Hälfte belegt, ganz nett, aber vorher noch Einkaufen. Ich finde noch einen weiteren Platz in der Pampa, wo nur ein Platz belegt ist. Da wollen wir hin, da geht nur leider die Schranke nicht auf. Tina ruft die Nummer im Display an, ein Mitarbeiter von CCP gibt uns in sehr gutem Deutsch einen Code und die Schranke öffnet sich, Hurra, wir sind ganz allein. Hohe alte Bäume mit viel Schatten, viel Grün, ruhig, bis auf den Rasentraktor am anderen Flussufer, der aber um 19 Uhr fertig ist. Eigentlich müsste der hier mal fahren, ist ziemlich ungepflegt. Bei Kaffee und Kuchen darf Drohni noch mal fliegen.




Video über das Schloss Chambord
2.6.26 Amboise
Wie angeküngigt, um 8 Uhr fängt es an zu regnen, wir schlafen bis 9 Uhr. Um 12:15 stehen wir vor der Schranke, die natürlich nicht aufgeht, wie auch, das Ausfahrterminal hat wohl keinen Strom. Also, wieder telefonieren, nach kurzer Wartezeit ein Mensch am anderen Ende. kurze Erklärung der Situation, Code bekommen, Schranke geht auf, fertig! Weiterfahrt an der Loire zum Schloss Chaumont-Sur-Loire. Oben Parken geht nicht, also unten umsonst an der Loire. Die Kasse ist auch unten und 42 Euro später laufen wir den Berg hoch zum Schloss. Zuerst den Garten mit vielen Gartenkunstinstallationen, Mittagssnack und danach das Schloss. Um 16 Uhr sind wir durch und fahren nach Amboise. Dort steuern wir gleich den Municipal auf der Insel an und checken für 2 Tage ein, bei knapp 25 Euro inkl. Allem quetschen wir uns nicht auf den Stellplatz gleich nebenan (kostet 17,28 €). Die Dame an der Rezeption scheint auch gut zu verteilen, die nächsten Nachbarn sind relativ weit weg, bei über 300 Parzellen geht das wohl ganz gut, nur die kleinen Ratschbumms werden weit weg von uns gruppiert 😉 .



















